3. Sektor
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Der Dritte Sektor

Der Dritte Sektor, auch Non-Profit-Sektor genannt, umfasst alle Organisationen, die unabhängig vom Staat, auf eigene Initiative und ohne finanziellen Gewinn arbeiten. Der Dritte Sektor steht für, soziales, gemeinnütziges und ehrenamtliches Engagement.

Diese Unterteilung basiert auf der der sozialen Dreigliederung Deutschlands. Die anderen beiden Sektoren werden durch den Staat und durch die Wirtschaft vertreten. Das bedeutet nicht, dass der Dritte Sektor keine Berührungspunkte mit Staat und Wirtschaft hat. Im Gegenteil: Er übernimmt jene Aufgaben, die Staat und Wirtschaft allein nicht lösen können.

Das bestätigt Heribert Meffert, zuletzt Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann-Stiftung so (Financial Times Deutschland, 8.2.2006): "Geprägt vom Bekenntnis zu nachhaltiger Innovation und gesellschaftlichem Wandel schließt der Non-Profit-Sektor die Lücken, die Staat und Markt lassen." Meffert erklärt weiter: "Nicht nur die Aufgaben werden neu verteilt: Es bilden sich andere Formen der Partnerschaften und neue hybride Strukturen zwischen Staat, Markt und Non-Profits. Aus diesem Zusammenspiel erwachsen vielfältige Potenziale für alle beteiligten Partner."

Vor diesem Hintergrund bekommt das Engagement auf der Basis der Corporate Social Responsibility eine völlig neue Bedeutung. Unternehmen lösen sich von dem Auftrag des traditionellen Sachspendens anlässlich aktueller Katastrophen oder nationaler Feiertage. Stattdessen investieren sie in ihre Identität als Corporate Citizens und streben langfristige Projekte an. Dazu stellen sie ihre spezifischen Kernkompetenzen oder Personal zur Verfügung. Durch dieses Engagement kommt es zu einer Annäherung von Zweitem und Drittem Sektor. Ziel ist eine bessere Zukunft für die Welt-Gesellschaft und für das Unternehmen (Win-win-Situation).

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 NPIM 2006