Solidarität

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Solidarität für eine Welt mit Zukunft

Naturkatastrophen, Kriege und politisch-gesellschaftliche Umwälzungen bringen Menschen in Existenznot und stellen sie überall in der Welt vor besondere Herausforderungen.
So haben uns zum Beispiel die Tsunami-Welle in Asien, das Jahrhunderterdbeben in Indien oder die Hochwasser in Europa gezeigt: Für eine funktionierende Gesellschaft in einer näher zusammengerückten Welt ist es wichtig, einander zu helfen und professionelle Not- und Wiederaufbauhilfe zu leisten.
Es geht darum, seiner Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen gerecht zu werden, um an einer gerechten Zukunft für uns alle zu arbeiten. Soziales Engagement ist Voraussetzung und Bestandteil unseres normalen Alltags.

Die Solidarität und Spendenbereitschaft der Menschen weltweit ist überwältigend. Dabei engagieren sich Privatpersonen wie Institutionen gleichermaßen. "Die Solidarität der Menschen mit den Opfern von Naturereignissen wirkt heute global. Allein für die Opfer des Tsunami spendeten die Deutschen über 600 Millionen Euro. Die Bundesregierung hat weitere 500 Millionen Euro für Hilfe beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur zur Verfügung gestellt", erklärt Bundesaußenminister Steinmeier bei der Eröffnung der Early Warning Conference III am 27. März 2006 in Bonn.

Doch stellt sich die Frage: Warum muss uns erst eine medienwirksame Katastrophe treffen, damit wir uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen bewusst werden und uns sozial engagieren? Not und Missstände erlebt jeder täglich, in der Nachbarschaft, im Beruf, in unserer Umwelt. Mit freiwilligen und unentgeltlichem Einsatz kann jeder seinen Beitrag leisten, unser Zusammenleben zu verbessern und die solidarische Gesellschaft auszubauen.

Solidarität und bürgerschaftliches Engagement sind die tragenden Elemente eines verantwortungsbewussten Miteinander und einer modernen Demokratie. Sie werden zum Bestandteil einer neuen Unternehmenskultur (Corporate Social Responsibility). Kleine und mittelständische Unternehmen engagieren sich sozial in ihrem Umfeld und investieren damit in die Zukunft ihrer Mitmenschen und ihrer Umwelt - und so auch in die eigene. Der Beitrag, den sie damit leisten, ist beachtlich. Nach der aktuellen Studie des IfM Bonn vom Juli 2005 setzen sich über 80 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen aktiv für andere Menschen ein. Durch Spenden, die kostenlose Überlassung von Produkten und Unternehmensressourcen oder durch ehrenamtliches Engagement der Mitarbeiter in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kultur, Sport und Bildung.

Leider geschieht dies oft unbeachtet von der Öffentlichkeit. Doch auch hier engagieren sich Menschen, Politik und Institutionen dafür, dass sich das bald ändert. So verleiht die "WirtschaftsWoche" jedes Jahr den angesehen Preis "Freiheit und Verantwortung" für sozial engagierte Unternehmen in Deutschland. Als Schirmherr tritt Bundespräsident Horst Köhler auf. Der Preis wird vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) unterstützt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) stärkt ebenfalls das soziale Engagement des Mittelstandes und engagiert sich mit der Mittelstandsoffensive "Pro Mittelstand". Deutschland ist eine solidarische Gesellschaft mit sozial engagierten Bürgern. Jeder Unternehmer sollte sich daran beteiligen.

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 NPIM 2006